😴 Schlaf
Hausmittel: warme Milch vor dem Schlafengehen.
Schlaf — der natürliche Ruhezustand, in dem sich Menschen und Tiere erholen. Warme Milch vor dem Schlafengehen ist ein altes Hausmittel. Großmütter in vielen Ländern empfehlen sie. Die übliche Erklärung ist, dass Milch Tryptophan enthält. Das ist eine Aminosäure – ein „Baustein“ des Eiweißes –, die der Körper zur Bildung von Serotonin und Melatonin nutzt. Melatonin ist das Schlafhormon.
Die Wissenschaft ist hier vorsichtig. Milch enthält tatsächlich Tryptophan und Melatonin, doch laut Übersichtsarbeiten ist in einem Glas wahrscheinlich zu wenig davon, um den Schlaf merklich zu beeinflussen. Es gibt die „Nachtmilch“ – Milch von Kühen, die nachts gemolken wurde und mehr Melatonin enthält. Bisher wurde sie aber nur an Tieren getestet. Kleine Studien an Menschen ergaben gemischte Ergebnisse: Zum Beispiel wachten ältere Menschen, die drei Wochen lang ein vergorenes Milchgetränk tranken, nachts seltener auf.
Vermutlich ist das Ritual selbst wichtig. Ein warmes Getränk beruhigt und zeigt dem Körper, dass Ruhezeit ist. Schlafexperten halten es für viel wichtiger, jeden Abend zur gleichen Zeit ins Bett zu gehen und einfache Schlafgewohnheiten zu pflegen. Verursacht Milch Blähungen, etwa bei Laktoseintoleranz, stört sie nur den Schlaf.
Wie es mit Milch zusammenhängt
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Häufige Fragen
Hilft warme Milch beim Einschlafen?
Vielleicht ein wenig – vor allem als beruhigendes Ritual. Laut Übersichtsarbeiten enthält ein Glas zu wenig Tryptophan und Melatonin für eine starke Wirkung.
Was ist „Nachtmilch“?
Milch von Kühen, die nachts gemolken wurde; sie enthält mehr Melatonin. Ihre Wirkung auf Menschen ist aber noch nicht erwiesen.