🌿 Hanglage
Die Neigung eines Weinbergs zur Sonne; in Europa sind nach Süden gerichtete Hänge wärmer.
Die Neigung eines Weinbergs ist sein Gefälle im Verhältnis zur Sonne. In Europa sind nach Süden gerichtete Hänge wärmer, weil sie mehr Licht und Wärme erhalten.
Ein Hang wirkt sich auf die Trauben auf mehrere Weisen aus. Die zur Sonne gerichtete Seite erwärmt sich stärker, und die Beeren reifen besser. Das ist besonders wichtig in kühlen Gebieten wie Deutschland, dem Elsass oder dem Burgund, wo die besten Weinberge an Hängen liegen. Außerdem fließt an Hängen die kalte Luft talwärts ab, daher bedrohen Spätfröste die Reben weniger. Auch das Wasser staut sich nicht, sondern läuft den Hang hinunter ab, sodass die Wurzeln nicht unter Nässe leiden.
Ein Hang prägt das Mikroklima, also besondere Bedingungen auf einer kleinen Parzelle. Das gehört zum Begriff des Terroirs, der Boden, Klima und Relief verbindet. An steilen Hängen werden Weinbergterrassen angelegt, damit die Arbeit möglich ist und der Boden nicht abrutscht. Solche Parzellen werden von Hand bearbeitet, daher kostet der Wein von dort mehr. Der Hang ist nicht der einzige Faktor, aber bei vielen berühmten Weinen bestimmt er viel.
Was dazugehört
Verbindungen
- Vorheriger Schritt
- 🌿 Mikroklima
- Gehört zu
- 🌿 Terroir
Häufige Fragen
Warum gelten nach Süden gerichtete Hänge als die besten?
Sie erhalten mehr Sonne und Wärme.
Wie schützt ein Hang vor Frost?
Die kalte Luft fließt talwärts ab, daher leiden die Reben am Hang weniger.
Warum werden Terrassen angelegt?
Um steile Parzellen bearbeiten zu können und den Boden festzuhalten.