🦠 Graufäule (Botrytis)
Traubenfäule bei feuchtem Wetter: Die Beeren bekommen einen grauen, staubigen Belag und verderben.
Die Graufäule ist eine Traubenkrankheit, verursacht durch den Pilz Botrytis cinerea. Bei feuchtem, warmem Wetter setzt sich der Pilz auf den Trauben fest. Die Beeren überziehen sich mit grauem Staub, platzen auf und verderben. Wein aus solchen Trauben verliert Geschmack und Farbe.
Der Pilz wird durch dichtes Laub begünstigt, das schlecht durchlüftet ist und lange nass bleibt. Deshalb entfernen Winzer die Blätter um die Trauben: Luft und Sonne trocknen die Beeren dann schneller. Verletzungen der Beeren, etwa durch den Traubenwickler, öffnen dem Fäulnisbefall ebenfalls den Weg.
Interessanterweise kann derselbe Pilz bei trockenem Wetter nützlich sein. Dann verursacht er die Edelfäule, die Grundlage süßer Weine wie Monbazillac oder Tokajer ist. Der Unterschied liegt im Wetter: Feuchtigkeit bringt die Graufäule, ein trockener Herbst die Edelfäule. Ist die Fäule bereits aufgetreten, werden befallene Trauben bei der Lese von Hand aussortiert. Sie dürfen nicht in die Kellerei gelangen, sonst bekommt der Wein einen unangenehmen Geschmack.
Verbindungen
- Vorheriger Schritt
- 🦠 Bekreuzter Traubenwickler
- Was darauf wirkt
- 🌿 Laubentfernung, 🦠 Botrytis cinerea
- Worauf es wirkt
- 🍷 Edelfäule
- Gehört zu
- 🦠 Rebkrankheiten
- Ähnlich und verschieden
- 🍷 Edelfäule
Häufige Fragen
Was ist die Graufäule an Trauben?
Eine Traubenkrankheit, verursacht durch den Pilz Botrytis cinerea. Die Beeren bekommen einen grauen Staub und verderben.
Worin unterscheidet sich die Graufäule von der Edelfäule?
Es ist derselbe Pilz. Bei feuchtem Wetter ruiniert er die Ernte, bei einem trockenen, warmen Herbst bewirkt er die Edelfäule, die für süße Weine genutzt wird.
Wie bekämpfen Winzer die Graufäule?
Sie entfernen die Blätter um die Trauben für die Durchlüftung, bekämpfen Schädlinge wie den Traubenwickler und lesen rechtzeitig.
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