🍷 Reduktion (Wein)
Riecht nach faulen Eiern oder einem angerissenen Streichholz, wenn dem Wein Luft fehlte.
Die Reduktion ist ein Weinfehler, bei dem unangenehme Gerüche auftreten. Meist riecht der Wein nach faulem Ei, einem angezündeten Streichholz oder gekochtem Kohl. Die Ursache ist ein Luftmangel während des Ausbaus.
Wie entsteht das? Wein enthält Schwefelverbindungen. Gibt es wenig Sauerstoff, bleiben sie als übel riechende Stoffe erhalten. Das kommt häufiger in geschlossenen Tanks und bei Flaschen mit dichtem Verschluss vor, etwa beim Schraubverschluss.
Was kann man tun? Oft genügt es, den Wein atmen zu lassen. Dekantieren hilft: Der Wein wird aus der Flasche in eine Karaffe oder ein anderes Gefäß umgegossen, und die Luft trägt die störenden Gerüche davon. Manchmal verfliegt der Geruch im Glas schon nach wenigen Minuten.
Die Reduktion bedeutet nicht immer, dass der Wein verdorben ist. In schwacher Form treten solche Noten in jungen Weinen auf und verblassen mit der Zeit. Ein starker Geruch aber gilt als klarer Fehler. Verschwindet er nicht und wird er stärker, ist es besser, den Wein zu ersetzen: Dann ist es ein Fehler und keine leichte Note.
Verbindungen
Häufige Fragen
Warum riecht Wein nach faulem Ei?
Wegen der Reduktion: Bei zu wenig Luft bleiben übel riechende Schwefelverbindungen im Wein.
Wie lässt sich der Reduktionsgeruch beseitigen?
Meist hilft es, den Wein atmen zu lassen: in eine Karaffe gießen oder ein paar Minuten im Glas stehen lassen.
Bedeutet Reduktion immer, dass der Wein verdorben ist?
Nicht immer. Schwache Noten treten in jungen Weinen auf und verblassen, ein starker Geruch gilt aber als Fehler.
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