🪨 Feuerstein (Silex)
Ein harter Stein in den Kreideböden der Loire, der manchmal mit einem feuersteinartigen Geschmack in Verbindung gebracht wird.
Feuerstein (silex) ist ein sehr harter Stein aus Kieselsäure. Er findet sich in den kalkhaltigen Böden des Loiretals in Frankreich und anderswo. Auf den Hängen sind Feuersteinstücke in der Ackerkrume zu sehen.
Feuerstein lässt Wasser schlecht durch, speichert aber Wärme gut: Die Steine erwärmen sich tagsüber und geben die Wärme nachts an die Rebe ab. Für Weine von solchen Böden, zum Beispiel Sauvignon Blanc an der Loire, wird oft das Wort „feuersteinig“ verwendet. Es beschreibt einen Geruch wie von einem frisch geschlagenen Funken oder nassem Stein. Das hängt mit der Mineralität zusammen, doch die Wissenschaft hat keinen physischen Zusammenhang zwischen Stein und Geschmack bestätigt.
Der Boden ist ein wichtiger Teil der Idee des Terroirs. Die Wurzeln der Rebe reichen tief und nehmen daraus Wasser und Nährstoffe auf, doch der Geschmack des Weins hängt auch vom Klima, von der Traube und von der Arbeit des Menschen ab. Der „feuersteinige Geschmack“ ist daher eher ein Bild als eine genaue Beschreibung. Dennoch greifen Winzer und Experten gern auf dieses Bild für Weine mit scharfer Frische und einem trockenen, sauberen Charakter zurück.
Verbindungen
- Gehört zu
- 🪨 Boden
- Ähnlich und verschieden
- 🍷 Mineralität
Häufige Fragen
Was ist Feuerstein im Weinbau?
Ein harter Stein im Boden, besonders an der Loire, der oft mit einem „feuersteinigen“ Geschmack verbunden wird.
Gibt der Stein dem Wein wirklich Geschmack?
Die Wissenschaft hat das nicht bestätigt; es ist eher ein Bild oder eine Assoziation.
Wie wirkt sich Feuerstein auf die Rebe aus?
Er speichert Wärme und lässt Wasser schlecht durch, was besondere Bedingungen für die Wurzeln schafft.
Ähnliches
🪨 Mergel · 🪨 Granit · 🪨 Löss · 🪨 Sand · 🪨 Alluvialboden · 🪨 Bodendrainage
Quellen
- Wikipedia (en): Flint
- Wikipedia (de): Feuerstein
- Wikipedia (fr): Silex
- Wikipedia (uk): Кремінь
- Wikidata Q83087