Gnudi
Auch bekannt als: Ravioli gnudi, nackte Ravioli, Malfatti
Toskanische Ricotta-Spinat-Klößchen mit wenig Mehl: Kugeln von etwa 3 cm, im Grunde Ravioli-Füllung ohne Teighulle.
Gnudi sind toskanische Klößchen aus Ricotta und Spinat, gebunden mit Ei und wenig Mehl. Sie gehören zur Gruppe Gnocchi und Spätzle, sind von der Zusammensetzung her aber eher Ravioli-Füllung.
Der Name ist die toskanische Form von nudi, „nackt“: Es ist Ravioli-Füllung ohne ihr „Kleid“ aus Teig. Darum heißen sie auch Ravioli gnudi, und mancherorts nennt man ähnliche Klößchen Malfatti, „schlecht gemacht“. Das Gericht ist in der ganzen Toskana verbreitet, auch in Florenz und Siena.
Grundlage sind gut abgetropfter Ricotta, oft vom Schaf, und gekochter, ausgedrückter, fein gehackter Spinat oder Mangold. Dazu kommen Ei, reichlich geriebener Parmesan, Muskat und nur so viel Mehl, dass die Masse hält. Daraus formt man Kugeln von etwa 3 cm und wälzt sie in Mehl oder Grieß; je weniger Mehl, desto zarter die Gnudi.
Sie ziehen 2–4 Minuten in leicht siedendem Salzwasser, bis sie aufschwimmen, und werden vorsichtig mit der Schaumkelle herausgehoben. Klassisch serviert man sie mit zerlassener Butter, Salbei und Parmesan, aber auch mit leichter Tomatensauce.
Fertige Gnudi findet man im Frischeregal seltener als Kartoffelgnocchi. Beim Kauf darauf achten, dass Ricotta die erste Zutat ist. Selbst gemachte Kugeln kann man vorbereiten und bis zu einem Tag auf Grieß im Kühlschrank lagern – so behalten sie besser ihre Form.
Fakten
| Rohstoff | Ricotta, Spinat oder Mangold, Parmesan, Ei, wenig Weizenmehl |
|---|---|
| Region | Toskana (Florenz, Siena), Italien |
| Dauer | 2–4 Min. in leise siedendem Wasser |
| Verwendung | Butter, Salbei und Parmesan; Tomatensauce |
Wie es mit dem Thema „Pasta“ zusammenhängt
Gnudi → verbunden → 🧀 Parmesan ← verbunden ← 🍝 Pasta
Verbindungen
- Was es enthält
- 🧀 Ricotta, 🥚 Hühnerei, Weizenmehl
- Gehört zu
- Gnocchi und Spätzle
- Ähnlich und verschieden
- Gnocchi, Ravioli
- In anderen Themen
- 🧀 Parmesan, 🧈 Butter
Häufige Fragen
Was unterscheidet Gnudi von Gnocchi?
Gnocchi bestehen meist aus Kartoffeln und Mehl. Gnudi beruhen auf Ricotta und Spinat mit sehr wenig Mehl und sind daher weicher und zarter.
Was bedeutet der Name Gnudi?
Toskanisch gnudi heißt nudi, „nackt“: Ravioli-Füllung ohne Teig.
Warum zerfallen Gnudi beim Kochen?
Meist waren Ricotta oder Spinat zu feucht oder das Wasser kochte zu stark. Ricotta gut abtropfen, Spinat ausdrücken und nur leise sieden lassen.
Was Sie als Nächstes lesen können
- Ravioli — Gefüllte frische Pasta: Nudelteig, der eine Füllung umschließt; Garofalos Ravioli mit Ricotta und Spinat kochen 2–3 Minuten.
- 🥚 Hühnerei — Das Ei des Haushuhns: In Pasta sorgt es für gelbe Farbe, elastischen Teig und Eiweiß und muss in der EU als Allergen hervorgehoben werden.
- Gnocchi — Italienische Klößchen, traditionell aus Kartoffeln und Weichweizenmehl; Teig, Größe und Form unterscheiden sich von Region zu Region.
- Weizenmehl — Fein gemahlener Weichweizen: In Italien für hausgemachte frische Pasta und Eiernudeln, in Deutschland für Spätzle.
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