🍷 Passerillage
Das Austrocknen der Trauben direkt am Stock, um sie süßer zu machen.
Passerillage bedeutet, Trauben am Stock trocknen zu lassen. Die Beeren hängen nach der üblichen Lesezeit weiter. Wasser verdunstet aus ihnen, und Zucker sowie Aroma konzentrieren sich.
Das Wort ist französisch. Die Methode ist alt und besonders mit dem Südwesten Frankreichs verbunden. Das beste Beispiel ist der Jurançon: Die Trauben werden spät gelesen, nachdem sie am Stock eingeschrumpft sind. Daraus entstehen süße Weine.
Passerillage ist nicht dasselbe wie Strohwein. Beim Strohwein werden die Trauben abgeschnitten und auf Matten oder im Haus getrocknet. Bei der Passerillage erfolgt das Trocknen am Stock, daher liegt die Methode näher bei der Spätlese. Das Risiko besteht darin, dass das Wetter die Ernte verderben kann: Regen, Fäulnis, Vögel. Deshalb wird sie nicht überall und nicht jedes Jahr angewendet. Sie ist eine Möglichkeit, Süße ohne zugesetzten Zucker zu erreichen.
Was dazugehört
Verbindungen
- Gehört zu
- 🍷 Strohwein
- Verwandt mit
- 🗺️ Französischer Wein
- Ähnlich und verschieden
- 🍷 Spätlese, 🍷 Jurançon
Häufige Fragen
Was ist Passerillage?
Das Trocknen von Trauben am Stock vor der Lese, damit die Beeren süßer und konzentrierter werden.
Worin unterscheidet sich Passerillage von Strohwein?
Bei der Passerillage trocknen die Trauben am Stock, beim Strohwein werden abgeschnittene Trauben separat getrocknet.
Wo wird Passerillage angewendet?
Vor allem im Südwesten Frankreichs, zum Beispiel für den süßen Jurançon.
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