🍷 Brettanomyces
Hefen, die einen „stallartigen“ Geruch erzeugen; wenig wird toleriert, viel ist ein Fehler.
Brettanomyces — eine wilde Hefe, die sich im Wein ansiedeln und ihm einen „Stallgeruch“ verleihen kann. Brettanomyces, kurz „Brett“, ist eine wilde Hefe, die sich manchmal im Wein und in Fässern ansiedelt. Sie erzeugt charakteristische Gerüche: „Stall“, Pferdeschweiß, medizinische Noten, Rauch. Der Name stammt aus griechischen Wortteilen und bedeutet etwa „britischer Pilz“. Beschrieben wurde die Hefe zuerst im britischen Bier.
Brett gelangt über die Trauben oder über ein schlecht gereinigtes Fass in den Wein. Besonders mag sie Rotweine im Eichenfass mit etwas Restzucker. Während sich die Hefe vermehrt, bildet sie aromatische Stoffe, die den Wein eher nach Bauernhof riechen lassen als nach Frucht.
Ein wenig dieses Geruchs wird von manchen Kennern toleriert: In alten französischen Rotweinen gilt er als „Charakter“. Ist der Geruch jedoch stark, ist er ein Fehler. Er wird als einer der Weinfehler beschrieben.
Winzer bekämpfen Brett mit sauberer Ausrüstung, Schwefeldioxid und Filtration. Ein Wein mit Brett ist kein Gesundheitsrisiko, verdirbt aber den Geschmack.
Verbindungen
- Worauf es wirkt
- 🍷 Weinfehler
- Gehört zu
- 🍷 Hefe
Häufige Fragen
Was ist Brettanomyces im Wein?
Eine wilde Hefe, die Stall- und medizinische Gerüche erzeugt. Ein wenig wird toleriert, viel ist ein Fehler.
Ist Brett gesundheitsschädlich?
Nein, sie ist nicht gefährlich, verschlechtert aber Geruch und Geschmack des Weins.
Wie werden Winzer Brett los?
Sie halten Fässer und Geräte sauber, setzen Schwefeldioxid zu und filtrieren den Wein.
Ähnliches
🍷 Saccharomyces cerevisiae · 🍷 Flor · 🍷 Reinzuchthefe · 🍷 Wilde Hefe · 🍷 Flüchtige Säure · 🍷 Glukose
Quellen
- Wikipedia (en): Brettanomyces
- Wikipedia (fr): Brettanomyces
- Wikipedia (uk): Brettanomyces
- Wikidata Q2411973