🧀 Anevato
Auch bekannt als: Ανεβατό
Anevato ist ein griechischer körniger Weichkäse g.U. aus Ziegen- oder Schafsmilch aus Grevena und Voio, der mindestens 2 Monate reift.
Anevato ist ein griechischer Weichkäse aus Ziegen- oder Schafsmilch mit körniger Textur und leichter Säure. Hergestellt wird er nur in der Präfektur Grevena und im Bezirk Voio der Präfektur Kozani, und er reift mindestens zwei Monate. In der EU ist der Name seit 1996 als g.U. geschützt. 13
Woher die Milch kommt. Der Antrag beschreibt örtliche Tierrassen, die greveniotika genannt werden: Ein Schaf gibt rund 120 kg Milch im Jahr, eine Ziege rund 150 kg, dafür ist die Milch fettreich. Die Tiere weiden frei auf Wiesen oberhalb von 800 m, im Bergland mit kontinentalem Klima und reichlich Quellwasser. Genau diese Weiden bestimmen laut Antrag Geschmack und Eigenschaften des fertigen Käses. 4
Warum es so lange dauert. Die Milch reift zunächst bei 18–22 °C, bis die Säure 35 °D erreicht. Dann steht sie einen Tag lang kalt bei 2–4 °C, wird anschließend auf 12–14 °C erwärmt und erhält nur ganz wenig Lab. Wegen der kleinen Dosis und der niedrigen Temperatur dauert das Gerinnen 12 Stunden. Der Bruch wird abgetrennt, darf 12 Stunden abtropfen, wird von oben gesalzen und reift dann weiter. 3
Was dabei herauskommt. Der Käse enthält mindestens 22 % Fett. Er schmeckt leicht säuerlich und hat ein eigenes Aroma. Der Vergleich in EU-Dokumenten zeigt seinen Platz unter den griechischen Streichkäsen: Anevato ist dicker als Xygalo und salziger, weil das Salz erst in den abgetropften Bruch kommt und nicht in die Milch. 45
Warum das für Sie wichtig ist. Achten Sie auf der Packung auf den Namen Anevato mit dem g.U.-Zeichen, das Kontrollzeichen ΑΝΕΒ, die Seriennummer und das Herstellungsdatum: So lässt sich der Käse zurückverfolgen. Die Kurzspezifikation sagt nicht, ob die Milch pasteurisiert wird, prüfen Sie das bei Bedarf auf dem Etikett. Vegetarier sollten wissen, dass das Rezept Lab enthält. 3
Fakten
| Rohstoff | Ziegen- oder Schafsmilch |
|---|---|
| Land | Griechenland |
| Region | Präfektur Grevena, Bezirk Voio (Kozani) |
| Dauer | Mindestens 2 Monate |
| Rechtsgrundlage | EU-g.U. seit 21.06.1996, PDO-GR-0438 1 |
Wie es mit dem Thema „Käse“ zusammenhängt
🧀 Anevato ← ergibt ← 🔄 Dicklegung → ergibt → 🧀 Käse
Verbindungen
- Aus welcher Milch
- 🥛 Ziegenmilch, 🥛 Schafmilch
- Wie es entsteht
- 🔄 Dicklegung, 🔄 Käsereifung
- Was nötig ist
- 🧂 Salz, 🧫 Lab
- Was es enthält
- 🧪 Milchfett
- Traditionen
- 🧑🤝🧑 Griechen, 🌍 Südeuropa
- Gehört zu
- 🧈 Weichkäse ohne Schimmel, 🇬🇷 Käse aus Griechenland, 🏷️ Geschützte Käsenamen
Häufige Fragen
Aus welcher Milch wird Anevato gemacht?
Aus Ziegen- oder Schafsmilch örtlicher Rassen der Präfektur Grevena.
Wo wird Anevato hergestellt?
Nur in der Präfektur Grevena und im Bezirk Voio der Präfektur Kozani.
Wie lange reift Anevato?
Mindestens zwei Monate.
Warum ist seine Textur körnig?
Der Antrag führt sie auf die natürliche Mikroflora des Herkunftsgebiets zurück.
Stimmt es, dass Anevato ein Frischkäse ist?
Nein. Er ist weich, reift vor dem Verkauf aber mindestens zwei Monate.
Was Sie als Nächstes lesen können
- 🥛 Schafmilch — Die eiweiß- und calciumreichste der gängigen Milcharten: fast alles wird zu Käse verarbeitet.
- 🧪 Milchfett — ~3,5 % in Kuhmilch.
- 🌍 Südeuropa — Der mediterrane Süden Europas – Spanien, Italien, Griechenland, Portugal: Schaf- und Ziegenkäse und der Großteil des weltweiten Olivenöls.
- 🔄 Dicklegung — Lab lässt das Kasein zu einem Gerinnsel gerinnen (Grundlage von Käse).
- 🧫 Lab — Enzym (Chymosin), das Milch für Käse gerinnen lässt.
Ähnliches
🧀 Galotyri · 🧀 Xygalo Siteias · 🧀 Krasotiri Ko · 🧀 Kasseri · 🧀 Tsalafouti · 🧀 Kalathaki Limnou
ℹ️ Milchprodukte enthalten Laktose und Milcheiweiß: Bei Laktoseintoleranz oder Milcheiweißallergie fragen Sie eine Ärztin oder einen Arzt.
Quellen
- eAmbrosia — Ανεβατό / Anevato (PDO-GR-0438)
- Commission Regulation (EC) No 1107/96
- Anevato PDO: summary of the specification, Ministerial Decision 313060/17.1.94 (EU register, DE)
- Anevato PDO: application file, Kourellas S.A. (EU register, FR)
- Single document, Xygalo Siteias, OJ C 312, 17.11.2010
