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🥃 Génépi

Likör oder Bitter ✔ Geprüft: 10.2026 · Quellen: 7 Aktualisiert:

Name hochalpiner Beifußarten (Artemisia) und des süßlich-bitteren Kräuterlikörs daraus; Génépi des Alpes ist ein geschützter Name, mindestens 30 % vol.

Génépi (franz. génépi, ital. genepì) ist in den Alpen der Name sowohl für mehrere niedrig wachsende hochalpine Beifußarten der Gattung Artemisia als auch für den süßlich-bitteren Kräuterlikör daraus. Die Verordnung (EU) 2019/787 nennt Génépi (Artemisia genepi) unter den Pflanzenlikören, die nur mit natürlichen Aromastoffen aromatisiert werden dürfen, und die Kategorie Likör verlangt mindestens 15 % vol.

Die Pflanze. Nach der Spezifikation des geschützten Namens Génépi des Alpes werden traditionell vier Beifußarten unter dem Namen zusammengefasst: Artemisia mutellina (umbelliformis, weißer Génépi), Artemisia spicata (schwarzer Génépi), Artemisia glacialis und Artemisia nivalis. Sie wachsen wild in Felsspalten, auf Gletschermoränen und Geröllhalden über 2000 m, wo die Vegetationsperiode nur 3–4 Monate dauert. Heute wird die Pflanze auch angebaut; für Génépi des Alpes müssen Ernte und Anbau über 1500 m stattfinden.

Herstellung. Nach der Spezifikation Génépi des Alpes werden die Aromen durch Mazeration der Pflanzen in einer Alkohol­lösung (mindestens 20 Tage bei getrockneten, 15 Tage bei frischen Pflanzen), durch Aufhängen über einer Wasser-Alkohol-Lösung (mindestens 90 Tage) oder durch Destillation mazerierter Pflanzen gewonnen. Verwendet wird Ethylalkohol landwirtschaftlichen Ursprungs; zugesetzt werden Zucker, Wasser und neutraler Alkohol, künstliche Farb- und Aromastoffe sind ausgeschlossen. Pro Liter sind mindestens 2 g getrocknete Blütentriebe nötig. Andere Pflanzen wie Engelwurz, Wacholder, Minze oder Thymian können ergänzt werden. Der Likör ist farblos oder blassgelb bis hellgrün und hat mindestens 30 % vol.

Geschichte und Schutz. Laut Spezifikation nutzten die Bewohner der Alpentäler Génépi seit dem Mittelalter als Heilpflanze, ab dem 18. Jahrhundert entwickelte sich in den Alpen das Likörhandwerk, und der Génépi-Likör verbreitete sich ab der Mitte des 19. Jahrhunderts und wuchs mit dem Wintersporttourismus ab den 1960er Jahren. Das EU-Register führt drei geschützte Namen: Génépi des Alpes (Frankreich und Italien, grenzüberschreitende Angabe, 2014 in Frankreich anerkannt), Genepì del Piemonte und Genepì della Valle d'Aosta.

Warum das für Sie wichtig ist. Génépi ist ein süßer Likör, seine Stärke wird leicht unterschätzt. Die WHO erinnert: Es gibt keine unbedenkliche Menge Alkohol.

Fakten

Rohstoffblühende Triebe hochalpinen Beifußes (Artemisia mutellina, A. spicata, A. glacialis, A. nivalis), Ethylalkohol landwirtschaftlichen Ursprungs, Zucker, Wasser
Alkoholgehalt (% vol.)Génépi des Alpes — mindestens 30 % vol.; Kategorie Likör — mindestens 15 % vol.
EU-KategorieLikör (Kategorie 33 in Anhang I der Verordnung (EU) 2019/787)
dann🍷Mazerationaus🍬Zuckerbeeinflusst🍷Alkohol und Gesun…Art von🍸Liköreähnlich🥃Absinthähnlich🥃Amaro🥃towardia.com
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Wie es mit dem Thema „Spirituosen“ zusammenhängt

🥃 Génépi → Art von → 🍸 Liköre → Art von → 🥃 Spirituosen

Nächster Schritt
🍷 Mazeration
Hergestellt aus
🍬 Zucker
Worauf es wirkt
🍷 Alkohol und Gesundheit
Gehört zu
🍸 Liköre
Ähnlich und verschieden
🥃 Absinth, 🥃 Amaro

Häufige Fragen

Aus welchen Pflanzen wird Génépi hergestellt?

Aus alpinen Beifußarten: Artemisia mutellina, Artemisia spicata, Artemisia glacialis und Artemisia nivalis; geringe Zusätze anderer Pflanzen sind zulässig.

Welchen Mindestalkoholgehalt hat Génépi des Alpes?

Mindestens 30 % vol. Für Likör allgemein sind mindestens 15 % vol. vorgeschrieben.

Wie wird Génépi des Alpes hergestellt?

Durch Mazeration der Pflanzen in Alkohol (mindestens 20 Tage getrocknet, 15 Tage frisch), Aufhängen über einer Wasser-Alkohol-Lösung (mindestens 90 Tage) oder Destillation mazerierter Pflanzen; danach werden Zucker, Wasser und neutraler Alkohol zugesetzt.

Welche Génépi-Namen sind in der EU geschützt?

Génépi des Alpes (Genepì delle Alpi), Genepì del Piemonte und Genepì della Valle d'Aosta.

Was Sie als Nächstes lesen können

  • 🍷 Alkohol und Gesundheit — Alkohol in jedem Getränk ist in großen Mengen schädlich, und die Risiken steigen mit der Menge.
  • 🥃 Amaro — Italienisches herb-süßes Getränk aus Kräutern, Wurzeln, Rinde und Zitrusschale; eine gesetzliche Definition gibt es nicht, die Stärke reicht von etwa 16 bis über 40 % Vol.
  • 🥃 Absinth — Spirituose mit Wermut und Anis; die EU begrenzt Thujon auf 35 mg/kg, g. A. «Absinthe de Pontarlier» – ab 45 % vol. und 20 mg/l Thujon.

Ähnliches

🥃 Ginjinha · 🥃 Goldwasser · 🥃 Kaffeelikör · 🥃 Nocino · 🥃 Limoncello · 🥃 Marula-Cremelikör

⚠️ Spirituosen enthalten Alkohol und sind nur für Erwachsene bestimmt. Alkohol schadet der Gesundheit. Nicht in der Schwangerschaft oder vor dem Autofahren trinken; Zutaten und mögliche Allergene auf dem Etikett prüfen.

Quellen

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