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🥃 Fränkisches Kirschwasser

Geschützte Spirituosenbezeichnung ✔ Geprüft: 10.2026 · Quellen: 5 Aktualisiert:

Klarer Brand aus vergorenen Kirschen aus Franken (Bayern); seit 1989 geschützte EU-Bezeichnung, mind. 40 % Vol., ohne Farbstoffe und Zucker.

Fränkisches Kirschwasser ist ein klarer Brand aus vergorenen Kirschen aus Franken im Norden Bayerns. Er wird meist in Kupferblasen gebrannt und mit mindestens 40 % Vol. verkauft, während die allgemeine EU-Grenze für Kirschwasser bei 37,5 % liegt. Das Aroma ist kirschig, manchmal mit einem Hauch von bitterer Mandel.

Rohstoff und Gebiet. Die technische Beschreibung nennt die Sauerkirsche (Prunus cerasus) aus fränkischen Obstgärten, vor allem von Hochstämmen. Die meisten Bäume stehen im Raum Forchheim und in der Fränkischen Schweiz sowie um Kitzingen, Volkach am Mainbogen und Würzburg. Ältere Dokumente nennen diese Sauerkirschen unter dem früheren Namen „Weichseln“.

Herstellung. Ganze oder entsteinte Früchte kommen in ein Fass oder einen Bottich; die Gärung setzt durch wilde Hefen von den Schalen oder durch zugesetzte Kulturen ein und dauert meist zwei bis sechs Wochen. Gebrannt wird ein- oder zweimal auf weniger als 86 % Vol., mit Blick auf die EU-Empfehlung von 2010 zur Senkung von Ethylcarbamat in Steinobstbränden.

Reifung und Schutz. Das Destillat ruht in Steingefäßen, Edelstahl oder Fässern aus Esche oder Kastanie; manche nehmen Eichenfässer, die zuvor Bourbon oder Rum enthielten. Holzspäne, Farbstoffe und Zucker sind nicht erlaubt. Die Bezeichnung ist in der EU seit dem 15. Dezember 1989 geschützt, und 2008 bestätigte die Verordnung Nr. 110/2008 diesen Schutz.

Warum das für Sie wichtig ist. Die Bezeichnung auf dem Etikett garantiert Kirschen aus Franken und einen Brand ohne Farbstoffe und Zucker. Es ist ein starker Brand mit mindestens 40 % Vol., daher enthält schon ein kleines Glas viel Ethanol. Die WHO weist darauf hin, dass es keine unbedenkliche Alkoholmenge gibt.

Fakten

EU-KategorieKategorie 9, Fruchtdestillat; deutsche geschützte Bezeichnung (PGI-DE-02056)
RohstoffSauerkirschen (Prunus cerasus) aus Franken
Destillationsverfahrenein- oder zweimalige Destillation auf weniger als 86 % Vol.; Destillat 60–85,9 % Vol.
Alkoholgehalt (% vol.)mind. 40 % Vol.
RechtsgrundlageEU-Schutz seit 15.12.1989 (Verordnung (EWG) Nr. 1576/89), bestätigt durch Verordnung (EG) Nr. 110/2008; technische Beschreibung PGI-DE-02056
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Häufige Fragen

Stimmt es, dass fränkisches Kirschwasser stärker ist als gewöhnliches?

Ja: Die technische Beschreibung verlangt mindestens 40 % Vol., die allgemeine EU-Grenze für Kirschwasser liegt bei 37,5 % Vol.

Aus welchen Kirschen wird Fränkisches Kirschwasser hergestellt?

Aus Sauerkirschen (Prunus cerasus), die in Franken gewachsen sind, vor allem auf Hochstämmen.

Wo in Franken wachsen diese Kirschen?

Die meisten im Raum Forchheim und in der Fränkischen Schweiz sowie um Kitzingen, Volkach und Würzburg.

Warum kann Kirschwasser nach Mandeln riechen?

Die technische Beschreibung erlaubt im Aroma einen Hauch von bitterer Mandel; er stammt von den Kirschkernen.

Wie kann dieses Getränk noch bezeichnet werden?

Manchmal mit dem Zusatz „Fränkischer Kirschbrand“ oder „Fränkischer Kirsch“.

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⚠️ Spirituosen enthalten Alkohol und sind nur für Erwachsene bestimmt. Alkohol schadet der Gesundheit. Nicht in der Schwangerschaft oder vor dem Autofahren trinken; Zutaten und mögliche Allergene auf dem Etikett prüfen.

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