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🔄 Wie Käse hergestellt wird

Kategorie ✔ Geprüft: 10.2026 · Quellen: 3 Aktualisiert:

Käseherstellung Schritt für Schritt: Säuern der Milch, Dicklegen mit Lab, Schneiden des Bruchs, Molkeabzug, Pressen, Salzen und Reifen.

Käse entsteht, indem man das Milcheiweiß Kasein gerinnen lässt und die flüssige Molke vom Bruch trennt; der Bruch wird danach geformt, gesalzen und bei den meisten Sorten zur Reifung gelagert. Der Codex-Alimentarius-Standard CXS 283-1978 definiert Käse als gereiftes oder ungereiftes Erzeugnis, das durch Gerinnung der Milcheiweiße mit Lab oder anderen geeigneten Gerinnungsmitteln und teilweisen Molkeentzug gewonnen wird.

Rohstoff ist Milch: Kuhmilch, Schafmilch, Ziegenmilch oder Büffelmilch, roh oder pasteurisiert. Zuerst kommt eine Starterkultur hinzu – Milchsäurebakterien, die Laktose in Milchsäure umwandeln. Dann folgt das Lab: Sein Hauptenzym Chymosin wirkt auf das Kasein, und bei etwa 30–35 °C wird die Milch in einer halben bis ganzen Stunde zu einem festen Gel. Dieser Schritt heißt Gerinnung.

Anschließend wird der Bruch geschnitten: Kleine Körner geben mehr Molke ab und ergeben Hartkäse, große Körner Weichkäse. Der Bruch wird gerührt, teils erwärmt (beim Parmigiano Reggiano auf etwa 55 °C), die Molke abgelassen, die Masse in Formen gefüllt und gepresst. Salz wird in den Bruch gemischt, auf die Rinde gerieben oder per Salzbad zugeführt; es prägt Geschmack und Rinde und hemmt unerwünschte Keime. Zuletzt reift der Käse im Keller oder in der Reifekammer: wenige Wochen beim Camembert, 12 Monate und mehr beim Parmigiano Reggiano.

Es gibt auch andere Wege. Quark und Paneer werden mit Säure ohne Lab dickgelegt, Ricotta entsteht durch Erhitzen von Molke, Mozzarella und Sulguni werden in heißem Wasser gezogen. All diese Schritte übernimmt der Käser – in einer Hof-, Handwerks- oder Industriekäserei.

Warum das für Sie wichtig ist: Wer die Herstellung kennt, liest Etiketten leichter (Rohmilch oder pasteurisiert, Art des Gerinnungsmittels, Reifezeit), versteht, warum Hartkäse länger hält als Frischkäse, und findet vegetarischen Käse mit mikrobiellem Lab statt tierischem.

Fakten

RohstoffKuh-, Schaf-, Ziegen- oder Büffelmilch – roh oder pasteurisiert
TemperaturGerinnung der Milch – meist bei etwa 30–35 °C
DauerReifung – von wenigen Wochen bis zu mehreren Jahren; Frischkäse reift nicht
RechtsgrundlageCodex Alimentarius CXS 283-1978, allgemeiner Standard für Käse 1

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Häufige Fragen

Wie viel Milch braucht man für 1 kg Käse?

Das hängt von der Sorte ab: Für Hartkäse sind meist etwa 10 Liter Milch oder mehr nötig, für frischen Weichkäse weniger, weil er mehr Wasser enthält.

Was ist Lab?

Ein Enzympräparat, das das Kasein der Milch gerinnen lässt. Traditionell stammt es aus Kälbermägen (Hauptenzym Chymosin); heute werden auch mikrobielle Gerinnungsmittel und durch Fermentation gewonnenes Chymosin verwendet.

Stimmt es, dass jeder Käse mit Lab hergestellt wird?

Nein. Quark und Paneer werden mit Säure dickgelegt, Ricotta durch Erhitzen von Molke mit Säure. Lab braucht man für die meisten Hart- und Schnittkäse.

Warum muss Käse reifen?

Bei der Reifung bauen Enzyme und Bakterien Eiweiß und Fett ab; so entstehen Geschmack, Aroma und Textur, und der Käse verliert nach und nach Wasser. Frischkäse reift gar nicht.

Was passiert mit der Molke?

Aus ihr werden Ricotta und Brunost hergestellt, außerdem Molkenprotein und Getränke; ein Teil dient als Tierfutter.

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