🥃 Scotch Whisky
Seit 1989 in der EU geschützte geografische Angabe: In Schottland destillierter und in Eichenfässern gereifter Whisky mit mindestens 40 % Vol.
Scotch Whisky (oft nur „Scotch“) ist eine geografische Angabe für Whisky, der in Schottland aus Wasser und Gerstenmalz destilliert wird; zugesetzt werden dürfen nur ganze Körner anderer Getreidearten. Er reift ausschließlich in Schottland, mindestens drei Jahre in Eichenfässern bis 700 Liter, und wird mit mindestens 40 % Vol. abgefüllt.
In der EU ist der Name seit 1989 geschützt; im Register eAmbrosia trägt er die Nummer EUGI00000015685 und gilt seit dem EU-Austritt des Vereinigten Königreichs als Name eines Drittlands. Maßgeblich sind die Scotch Whisky Regulations 2009 und eine technische Akte, deren aktuelle Fassung von Juni 2019 im Jahr 2020 genehmigt wurde. Die Einhaltung prüft die Steuerbehörde HMRC; die Scotch Whisky Association (SWA) kauft jährlich weltweit Proben für Laboranalysen.
Stärke wird nur durch malzeigene Enzyme verzuckert; zugesetzte Enzyme sind verboten. Maischen, Gärung und Destillation finden in derselben Brennerei statt, der Alkohol kommt mit unter 94,8 % Vol. aus der Brennblase. Zugesetzt werden dürfen nur Wasser und einfacher Zuckercouleur E150a. Es gibt fünf Kategorien: Single Malt, Single Grain, Blended Malt, Blended Grain und Blended Scotch Whisky; am häufigsten wird Scotch als Blend verkauft.
Innerhalb des Namens sind fünf weitere geschützt: die Gebiete Campbeltown und Islay sowie die Regionen Highland, Lowland und Speyside. Ein Gesetz von 1915 verlangte zwei Jahre Reifung, ab 1916 drei; die gesetzliche Definition von Scotch gibt es seit 1933. Gälisch lautet der Name „Uisge Beatha Albannach“.
Warum das für Sie wichtig ist. Die Kategorie steht auf dem Frontetikett, neben den Worten „Scotch Whisky“. Das angegebene Alter ist das des jüngsten Whiskys, kein Durchschnitt. Single Malt wird nur in Schottland abgefüllt, andere Kategorien dürfen als Fassware ausgeführt werden. Dunkle Farbe beweist keine lange Reifung. Die WHO weist darauf hin: Eine unbedenkliche Alkoholmenge gibt es nicht.
Fakten
| Rechtsgrundlage | g. A. der EU EUGI00000015685 (seit 12.06.1989); Scotch Whisky Regulations 2009, Reg. 3 |
|---|---|
| Rohstoff | Wasser, Gerstenmalz, ganze Körner anderer Getreide; Hefe |
| Destillationsverfahren | in einer Brennerei in Schottland, unter 94,8 % Vol. |
| Mindestreifung | 3 Jahre in Eichenfässern bis 700 l, nur in Schottland |
| Alkoholgehalt (% vol.) | ab 40 % Vol. |
| EU-Kategorie | 2 „Whisky“ |
Was dazugehört
Wie es mit dem Thema „Spirituosen“ zusammenhängt
🥃 Scotch Whisky → Art von → 🥃 Whisky → Art von → 🥃 Spirituosen
Verbindungen
- Nächster Schritt
- 🍷 Hefe, 🍷 Alkoholische Gärung
- Verpackt in
- 🍷 Eichenfass, 🍷 Weinetikett
- Hergestellt aus
- 🧪 Wasser, 🥃 Gerste und Malz im Whisky
- Was daraus gemacht wird
- 🥃 Drambuie
- Arbeitet mit
- 🍷 Küfer
- Was es enthält
- 🍷 Ethanol
- Worauf es wirkt
- 🍷 Alkohol und Gesundheit, 🍷 Trunkenheit am Steuer
- Traditionen
- 🧑🤝🧑 Briten
- Gehört zu
- 🥃 Whisky
- Verwandt mit
- 🌍 Westeuropa
- Ähnlich und verschieden
- 🥃 English Whisky, 🥃 Irish Whiskey, 🥃 Irish Whiskey
- In anderen Themen
- 🍷 Sherry
Häufige Fragen
Stimmt es, dass Scotch Whisky nur aus Gerste hergestellt wird?
Nein. Gerstenmalz ist für jeden Scotch Pflicht, doch für Grain Whisky kommen ganze Körner anderer Getreide dazu, meist Weizen und Mais. Nur Single Malt besteht allein aus Gerstenmalz und Wasser.
Seit wann ist der Name „Scotch Whisky“ in der EU geschützt?
Als geografische Angabe seit 1989, zunächst nach der Verordnung (EWG) Nr. 1576/89, dann nach 110/2008 und 2019/787. Schon früher schützten ihn einzelne Länder: Frankreich als Herkunftsbezeichnung ab 1975 aufgrund eines zweiseitigen Abkommens.
Darf Scotch außerhalb Schottlands reifen?
Nein, auch nicht kurzzeitig. Die technische Akte begründet das mit dem Klima: Im kühlen, feuchten Schottland verdunsten jährlich im Mittel etwa 2 % des Alkohols aus dem Fass, und zwar mehr Alkohol als Wasser, sodass die Stärke im Fass sinkt.
Was bedeuten „Highland“ oder „Islay“ auf dem Etikett?
Es sind eine geschützte Region und ein geschütztes Gebiet innerhalb des Namens „Scotch Whisky“. Sie dürfen nur stehen, wenn der Whisky dort destilliert wurde; der Name steht unmittelbar vor der Kategorie, etwa „Islay Single Malt Scotch Whisky“.
Wird Scotch Zucker oder Aroma zugesetzt?
Nein. Erlaubt sind nur Wasser und einfacher Zuckercouleur E150a, der die Farbe zwischen Chargen angleicht und nicht süßt. Gefiltert werden darf nur gegen Kältetrübung, nicht um Geschmack, Aroma oder Farbe zu verändern.
Was Sie als Nächstes lesen können
- 🍷 Alkohol und Gesundheit — Alkohol in jedem Getränk ist in großen Mengen schädlich, und die Risiken steigen mit der Menge.
- 🍷 Alkoholische Gärung — Die Hefe verbraucht den Zucker im Most und setzt Alkohol und Kohlendioxid frei.
- 🍷 Eichenfass — Ein hölzernes Fass aus Eichendauben, in dem der Wein reift und atmet.
- 🍷 Ethanol — Der bei der Gärung entstehende Alkohol, der berauscht.
- 🍷 Sherry — Geschützter Wein aus dem Gebiet um Jerez de la Frontera in Andalusien, im Solera-System in Eichenfässern gereift; 14 bis 22 % Alkohol.
Ähnliches
🥃 Highland-Whisky · 🥃 Speyside-Whisky · 🥃 Lowland-Whisky · 🥃 Campbeltown-Whisky · 🥃 Single Malt Welsh Whisky · 🥃 Islay-Whisky
⚠️ Spirituosen enthalten Alkohol und sind nur für Erwachsene bestimmt. Alkohol schadet der Gesundheit. Nicht in der Schwangerschaft oder vor dem Autofahren trinken; Zutaten und mögliche Allergene auf dem Etikett prüfen.
Quellen
- eAmbrosia: Scotch Whisky, EUGI00000015685 (PGI-GB-01854), GI, registered 12.06.1989
- The Scotch Whisky Regulations 2009 (SI 2009/2890), regs. 3, 8, 10, Schedule 3 (UK, legislation.gov.uk)
- Technical File for Scotch Whisky (GI), June 2019 — DEFRA / GOV.UK
- Commission Implementing Regulation (EU) 2020/1286 approving amendments to the technical file for «Scotch Whisky» (OJ L 302, 16.9.2020)
- Scotch Whisky Association: Map of Scotch Whisky distilleries, 06/2024 (PDF)
- WHO/Europe: No level of alcohol consumption is safe for our health (04.01.2023)
