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🥃 Pálinka

Geschützte Spirituosenbezeichnung ✔ Geprüft: 10.2026 · Quellen: 5 Aktualisiert:

Ungarischer Obstbrand mit seit 2008 EU-geschütztem Namen: nur ungarisches Obst, ab 37,5 % vol., ohne Zucker und Aromastoffe.

Pálinka ist ein ungarischer Obstbrand, dessen Name seit 2008 in der EU als geografische Angabe geschützt ist, gemeinsam für Ungarn und Österreich. In Ungarn darf Pálinka nur aus im Land angebautem Obst hergestellt werden; Maischen, Destillation, Reifung und Abfüllung müssen ebenfalls dort erfolgen. Der Mindestalkoholgehalt beträgt 37,5 % vol., wie bei allen Obstbränden.

Das ungarische Gesetz LXXIII von 2008 über Pálinka ist strenger als die allgemeinen EU-Regeln. Die Verordnung erlaubt einem Obstbrand bis zu 18 g/l Zucker, Pálinka darf dagegen nicht einmal zur Abrundung des Geschmacks gesüßt werden; auch Aromatisieren und Färben sind verboten. Ebenso dürfen keine Trester oder Hefen verwendet werden, die mit Rüben-, Rohr- oder Fruchtzucker angereichert wurden. Der österreichische Teil des Namens betrifft nur Marillenbrände aus einigen Bundesländern.

Das Gesetz regelt auch die Reifung. „Érlelt“ bedeutet mindestens 3 Monate in Behältern bis 1000 l oder 6 Monate in Holzfässern ab 1000 l. „Ó“ (ópálinka) bedeutet mindestens ein Jahr in Behältern bis 1000 l oder zwei Jahre in Fässern ab 1000 l. Ein Brand aus ungarischen Traubentrestern heißt törkölypálinka.

Im EU-Register stehen neben der gemeinsamen Pálinka noch 14 weitere ungarische Namen der Kategorie 9: drei Pflaumenbrände (Szatmári, Békési, Nagykunsági szilvapálinka), zwei Marillenbrände (Kecskeméti, Gönci barackpálinka), zwei Quittenbrände sowie Apfel-, Sauerkirsch-, Süßkirsch-, Pfirsich-, Wildbirnen-, Schlehen- und Borzag pálinka aus Zwergholunderbeeren (2023).

Warum das für Sie wichtig ist. Das Wort „pálinka“ garantiert ungarisches Obst und ungarische Herstellung oder österreichische Marillen. Zucker darf in Pálinka nicht enthalten sein. „Érlelt“ und „ó“ stehen für eine Mindestreifung, ein Ortsname ist eine eigene geschützte Angabe. WHO: Es gibt keine unbedenkliche Alkoholmenge.

Fakten

EU-Kategorie9 – Obstbrand; g. g. A. „Pálinka“ (PGI-HU+AT-02048) seit 13.02.2008
Alkoholgehalt (% vol.)ab 37,5 % vol.
Rohstoffin Ungarn angebautes Obst (einschließlich Fruchtfleisch); in Österreich nur Marillen
Mindestreifungnicht vorgeschrieben; „érlelt“ ab 3 Monaten, „ó“ ab 1 Jahr (in Behältern bis 1000 l)
RechtsgrundlageUngarisches Gesetz LXXIII von 2008 über Pálinka; VO (EU) 2019/787, Kat. 9

Was dazugehört

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Wie es mit dem Thema „Spirituosen“ zusammenhängt

🥃 Pálinka → Art von → 🍎 Obstbrände → Art von → 🥃 Spirituosen

Häufige Fragen

Was ist Pálinka?

Ein Obstbrand mit EU-geschütztem Namen (seit 2008), gemeinsam für Ungarn und Österreich. In Ungarn nur aus ungarischem Obst, mit allen Produktionsschritten im Land; Alkoholgehalt ab 37,5 % vol.

Stimmt es, dass man Pálinka süßen darf?

Nein. Das ungarische Gesetz von 2008 verbietet es, Pálinka zu süßen, zu aromatisieren und zu färben, auch zur Abrundung des Geschmacks, obwohl die allgemeinen EU-Regeln Obstbränden bis zu 18 g/l Zucker erlauben.

Kann Pálinka außerhalb Ungarns hergestellt werden?

Nur in Österreich und nur aus Marillen: Die gemeinsame geografische Angabe umfasst Marillenbrände aus bestimmten österreichischen Bundesländern. Das ungarische Gesetz gilt dafür nicht.

Was bedeuten „érlelt“ und „ó“ auf der Flasche?

„Érlelt“ bedeutet mindestens 3 Monate Reifung in Behältern bis 1000 l oder 6 Monate in Holzfässern ab 1000 l. „Ó“ bedeutet mindestens ein Jahr in Behältern bis 1000 l oder zwei Jahre in Fässern ab 1000 l.

Gibt es Pálinka aus Trauben?

Ein Brand aus ungarischen Traubentrestern heißt törkölypálinka – eine eigene geschützte Bezeichnung der Kategorie 6. Unter den ungarischen Namen der Kategorie 9 ist kein Traubenbrand; Borzag pálinka (2023) wird aus Zwergholunderbeeren (Sambucus ebulus) gebrannt, nicht aus Trauben.

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⚠️ Spirituosen enthalten Alkohol und sind nur für Erwachsene bestimmt. Alkohol schadet der Gesundheit. Nicht in der Schwangerschaft oder vor dem Autofahren trinken; Zutaten und mögliche Allergene auf dem Etikett prüfen.

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